2. Bundesliga Saison 2017/18 • Spieltag 6 Fr • 15.09.2017 • 18.30 UhR lutlicht und volles Haus an der Alten Försterei: Union empfängt Braunschweig Fünf Tage nach der Last-Minute-Niederlage bei Tabellenführer Fortuna Düsseldorf steht für den 1. FC Union Berlin die nächste Bewährungsprobe auf der Tagesordnung. Im Stadion An der Alten Försterei treffen die Eisernen am Freitag, dem 15.09.2017 auf Eintracht Braunschweig. Der Anstoß erfolgt um 18:30 Uhr. „Wir haben die Dinge, die falsch gelaufen sind, ganz klar und direkt angesprochen. Wir haben ohne Zweifel die fußballerische Qualität, aber wenn wir nicht bereit sind, von der ersten Minute an Vollgas zu geben, dann wird es gegen jeden Gegner in dieser Liga schwer. Wenn wir unsere Qualität abrufen, können wir auch jeden schlagen“, kommentierte Jens Keller die Lage nach der Niederlage in Düsseldorf. Außerdem fasste der 45-jährige Übungsleiter zusammen, was seinem Team momentan fehlt: „Ich dachte, dass wir nach der letzten Saison mental ein Stück weiter wären. Zumal das zwar wichtige Spiele, aber keine KO-Spiele waren, in denen der Druck enorm hoch ist. Natürlich möchte man jedes Spiel gewinnen und das Beste rausholen, aber wir dürfen momentan nicht so viel denken. Spiele werden nicht im Kopf, sondern im Herzen entschieden. Wenn einem Dinge leicht von der Hand gehen, ohne dass man nachdenken muss, dann ist man gut, in dem, was man tut. Wir hoffen, dass die Mannschaft aus den vergangenen Spielen und Situationen lernt und das Gelernte dauerhaft umsetzt.“ Trotzdem fand Keller auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Eintracht Braunschweig auch lobende Worte für sein Team und verdeutlichte, was er am Freitag von der Mannschaft erwartet: „Die Reaktionen im Training waren sehr gut. Wenn man die Mannschaft trainieren sieht, denkt man nicht, dass so ein Spiel wie am letzten Sonntag rauskommt. Aber das ist im Fußball leider manchmal so und geht nicht nur uns so. In Düsseldorf waren wir nicht geil genug auf den Ballgewinn, nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen. Darauf haben wir im Training jetzt wieder vermehrt Wert gelegt.“ Auch für Eintracht Braunschweig lief nach dem knapp verpassten Aufstieg in der letzten Saison noch nicht alles rund. Nachdem der BTSV in der Relegation denkbar knapp an Bundesligist VfL Wolfsburg gescheitert war, blieb die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht in der Liga zwar bisher ungeschlagen, konnte jedoch nur einen Sieg (2:0 gegen Heidenheim) verbuchen. In den anderen vier Partien mussten sich die Niedersachsen mit Remis zufriedengeben. Direkt nach dem 1:1-Unentschieden gegen den SV Sandhausen am vergangenen Wochenende formulierte Lieberknecht die Zielsetzung für das Auswärtsspiel in Berlin klar: „Wir hätten uns alle einen Heimsieg gewünscht. Wir haben noch kein Spiel verloren, aber ein paar Unentschieden zu viel. Nun gilt es, in Berlin einen Dreier zu holen.“ Personell wurde die Braunschweiger Mannschaft vor der Saison auf einigen Positionen verändert. Sechs Abgängen stehen acht Neuverpflichtungen gegenüber. Erfolgreichster Scorer der Löwen ist derzeit der Schweizer Salim Khelifi, dem in den ersten fünf Partien ein Treffer und drei Vorlagen gelangen. „Braunschweig ist eine Mannschaft, die enorm durch ihre Mentalität und Wucht kommt. Sie haben aber auch unglaublich viel Qualität und Erfahrung im Kader“, schätzt Keller den kommenden Gegner vor der Partie ein und erwartet eine umkämpfte Partie am Freitagabend: „Sie versuchen viel mit langen Bällen zu agieren und dann auf die zweiten Bälle zu gehen. Da müssen wir stark sein. Das wird eine Herausforderung für uns und ist genau das, was wir am Sonntag in der ersten Halbzeit nicht gezeigt haben. Im Heimspiel müssen wir jetzt mit unserer Mentalität dagegenhalten. Wir haben schon oft genug bewiesen, dass wir das können.“ Personell kann Jens Keller fast aus dem Vollen schöpfen, mit Kenny Prince Redondo (Schulterverletzung) und Marc Torrejon (Wade) fallen zwei Profis aus. „Marc konnte diese Woche nicht viel machen